Samstag, 25. März 2023

Keine Probleme? Nutz Linux!

Linux? Und ich dachte, ich hätte Probleme...

Ich versuche nun seit mehr als 20 Jahren, immer mal wieder, mit Linux auf dem Desktop zu arbeiten. Nicht weil mich das Konzept so überzeugt, sondern weil Windows mir jeden Tag mehr auf den Nerv geht. Ich bin immer ganz bezuckert, wenn es dann mal läuft, man statt auf der Kommandozeile wirklich auf dem Desktop landet, GRUB auch startet, man nach Stunden die Treiber, die es gibt, installiert, die 23 wichtigsten Paketquellen hinzugefügt hat und man dann all das machen kann, was man seit 30 Jahren unter Windows auch machen kann; nur eben alles etwas hakeliger und hässlicher.

So ein paar Kröten muss man halt schon schlucken:

  • Zwischendrin einfach mal hässliche Schriftarten ohne richtige Kantenglättung, oft falsche Umlaute im Browser
  • Abstürzender Dateimanager bei Ordnern mit vielen Bildern oder Videos
  • Hakelige Installation von Herstellertreibern, wenn es sie gibt
  • Es dauert alles unendlich lange und braucht ungeteilte Aufmerksamkeit
  • Alles was nicht automatisch läuft erfordert ein Studium, und bei jeder Distro und jeder 2. Version ist alles anders und gilt nicht mehr
  • Aus Rache für zerstörte Linux-Bootmanager zerstört Linux nun Windows zurück 
    -immerhin ist die Reparatur des Windows Bootloaders zuverlässig und einfach. Im Gegensatz...
  • Es gibt inzwischen wohl mehr Linux-Programme, die nicht mehr funktionieren, als bei Windows desgleichen wegen neuer APIs.
  • Flatpacks, wo alle Abhängigkeiten mitgeliefert werden, sind riesig und oft veraltet
  • Meist hohe Audio-Latenz und keine großen Audio- oder Video-Programme
  • Die Installation von Apps außerhalb der Appstores ist eine Zumutung, das will man auch nicht ändern, die Leute in den Foren wollen ja weiterhin wissend lächeln und Leute erniedrigen, ohne zu helfen
  • Wenn man dann ein Distro-Update macht, sind alle Fremdtreiber und Programme WEG.
    -wer es einmal in wenigen Stunden eingerichtet hat, kann es ja auch nochmal machen. 

Während ein Windows-Update im Hintergrund läuft und irgendwann einen Neustart verlangt, und es dann zu 99,9% läuft, braucht ein gleichwertiges Update z.B. unter Mint 2-3 Stunden mit Aufmerksamkeit, KOMmAndozeile / grafisch im Wechsel, Änderung der Konfiguration, Änderung der Paketquellen, Downgrades vieler Programme (Warum??) und die Löschung aller Hersteller-Treiber und aller Programme, die auch nach dem Update wunderbar laufen, gut, dass man alles neu installieren muss.

Und wegen Fehler "xy wurde nicht gefunden, Fehler bei einer Konfiguration" (oder so ähnlich) muss man das dann noch 1-2 Mal neu anstoßen und hoffen, dass es dann klappt, weil die Fehlermeldung so nichtsagend ist.

Ein paar Vorteile gäb es auch noch:

  • Es ist kostenlos
  • Es läuft im Prinzip auf jeder Hardware
  • Einige Konzepte sind gut (bloß funktionieren sie praktisch eher schlecht)
  • Es gibt wirklich gute exklusive Programme
  • Man muss keine "Seriennummer" eintippen und wenn sich die Hardware ändert, gibt es allenfalls Treiberprobleme, aber keine verweigerte Aktivierung.
  • weniger Tracking / Spionage, solang es kein Ubuntu (oder manches andere) ist
  • Es gibt Versionen mit langem Support, sodass man nicht allzu häufig ein Distributionsupgrade machen muss
  • es ist oft genug wirklich alternativlos

Also gut, dass es das gibt, besser, wenn man es nicht benutzen MUSS. Man könnte sagen, Alte-Leute-PCs brauchen kein Windows und laufen out-of-the-.iso mit Browser, Email-Programm und Libre-Office, aber wenn der mühevoll eingerichtete Druckertreiber nach Update ("Upgrade") weg ist, und man nicht sofort als Gratis-Support springen kann,wünscht sich der Benutzer doch sehr schnell das gewohnte Windows zurück. 

Der Fortschritt der Bedienbarkeit für Benutzer außerhalb der Linux-Kirche der letzten 20 Jahre ist überschaubar: 

Es gibt viel mehr direkt vom Kernel unterstützte Hardware, einige Setup-Skripte laufen auf Standard ohne Zwischenfälle durch, die Brot- und Butter-Programme sind besser geworden, aber sie reifen oft in Zeitlupe. Die "Repos" sind ganz gut gefüllt, wenn auch vieles davon verwaist ist. Es fühlt sich, wenn es läuft, schon etwas normaler an als früher.

Aber zu oft steht man auch bei kleineren Problemen ratzfatz wieder vor dem blinkenden Cursor.


Freitag, 20. Mai 2022

Android 12 - Ein Betriebssystem von Idioten für Idioten

Android 12 - Ein Betriebssystem von UIdioten für Idioten

von der Oberflächlichkeit im Verständnis des Users Menschen

Wenn man (Google) eins weiß, dann dass man schlecht durchdachtes Oberflächendesign durch übergroße und quantengerechte aber seltsame Beschriftung kaschieren kann. Statt also 6 Schaltflächen im Rollo (denkt euch mal rein in jemanden, der nicht mit einem unintuitiven System auf die Welt kam!) nur noch 2!!! genial! Wenn man weiter zieht, sieht man ganze 4 Flächen, statt der bis zu 12 vorher. Man weiß ja auch aus Urlauben, wenn diese unterbelichteten Ausländer im Ausland einen mal wieder auf Deutsch nicht verstehen, muss man SEHR LAUT und sehr langsam alles brüllen, was man will.

Wo wir schon bei Benachrichtigungen waren: Google weiß, was einem wichtig ist, manche werden einfach sofort weit nach unten geschoben, weil eine Furz-App einem wichtige Werbung mit Bild(!) unterbreiten will. Und zum Thema App-Gerechtigkeit hat Google uns auch noch was mit-beigebracht: Es gebe nur noch 3 Farben, die wahllos über die Apps verteilt werden: verwaschen blau, verwaschen rot und verwaschen königsblau. Und die Icons sind komplett nicht zu erkennen, wenn die Farbe einen noch nicht genug irreführt. NINA-Warnapp? Ebay-Verkauf? Klopausenspiel? egal, sieht alles gleich aus, so bekommt jede App die Aufmerksamkeit, die Menschen gegenüber Smartphonenutzern längst nicht mehr bekommen.

Dass dann plötzlich die Tastatur verschwindet und erst nach Neustart wieder zu erreichen ist, während man dringend kommunizieren muss, oder eine Email mit einem Röntgenbild an den Arzt schicken will, von dem man gerade behandelt wird, ach egal, einfach nochmal röntgen, selbst schuld, wenn man nicht alles per Assistant macht! Und weil gerade warmgelaufen: Gboard erkennt beim Swipen exakt 0 Worte, wenn unter mindestens 8 Buchstaben, wirklich treffsicher keins. Je länger man ein Gerät benutzt und es "trainiert" hat, desto schlimmer. Nach 3 Tagen erkennt es wirklich quasi nichts mehr, am Anfang ging es noch. Ist ja nicht so wichtig, der User ist eh doof und weiß nicht, was er will. Nicht, dass er noch Kritik übt!

Und nun die größte Unverschämtheit: Google sperrt Apps, die man nicht aktiv dauernd benutzt, einfach die Berechtigungen. Lapidarer Hinweis (unter zig, s.o.), wer es rückgängig machen will, darf sich durch alle Menüs hangeln, wenn er es überhaupt findet. Wozu brauchen auch nicht-Google-Apps Standort,  z.B. fremde Navigationsapps, nur weil MAPS es mal wieder verbockt hat. Oder wenn das PEI nach 6 Monaten einen nach Impfkomplikationen fragen will "ups!". Oder nach Monaten der Bedienung im Browser Ebay-Kleinanzeigen eine Anfrage ... brauchst Du nicht! Google verwaltet deinen Termine und blockt alles andere ab!

Und noch ein Schmankerl fehlender Empathie und grenzenloser Arroganz, was aber schon seit Anbeginn von Android ein Problem ist: Nicht jeder möchte sein privates oder geschäftliches Adressbuch mit einem internationalen undurchsichtigen Konzern teilen. Wenn man also es schon vollbracht hat, dem Gerät zu sagen, dass es das Adressbuch bitte NUR auf dem Gerät halten soll, bevor man das (lokale) Backup aufspielt, braucht man nur jemandem das Gerät in die Hand zu drücken, der etwas beherzt über A hinaus zurückscrollt, und ALLES IST WEG. Denn auf dem Server bei Google ist ja nichts, also muss dieser Zustand ja auch auf dem Gerät hergestellt werden, dem man den Google-Serverkontakt verboten hatte. Wie asozial kann man sein?

Und es war alles schon besser, bevor es verschlimmert wurde. Es scheint so, als wären die schlechtesten Microft Programmierer, die wegen Windows 8 entlassen wurden, geschlossen zu Google gegangen. Es wäre gerne Windows 12, aber bleibt schlechter und unzuverlässiger und unübersichtlicher als Windows 8 und fühlt sich an wie Vista. Und ja, ich weiß, die Mutti-Firma von Google und co möchte "Alphabet" genannt werden, aber wenn man einen Narzissten immer "Boss" nennt, glaubt er es am Ende. Also nein.

Mal sehen, wieviel Meinungsfreiheit AnAlphabet-Company auf einer seiner zig vernachlässigten Plattformen zulässt. Wenn Blogger/Blogspot morgen dicht gemacht wird, weiß man Bescheid. 😄

Dienstag, 1. März 2022

Camelion - Der Antiheld des Knopfzellen Universums

 Camelion - Auslaufmodelle ab Werk

 

Generell vermeide ich ja Geräte, die keine Akkus vertragen. Leider gibt es genug Ausnahmen, die einfach nur mit Knopfzellen funktionieren, für die es ernstgenommen keine Akkus gibt. Der lustige UV-Kugelschreiber, der winzige Laserpointer, das Mini-Lämpchen, der Taschenalarm, etc.

Und diese mehr oder weniger nützlichen Gerätchen wollen nun einmal Knopfzellen. Die mit Lithium-Zellen, CR2032, 2025, 2016, etc sind nicht mein Problem, die sind zwar teuer, aber funktionieren im Normalfall.

Aber ich bin mir sicher, dass der Teufel die Alkaline-Knopfzellen erfand. Quecksilber, Blei, Senfgas und Nitroglycerin sind wohl nicht mehr drin, aber eine kräftige Lauge. Das Gehäuse ist meistens nicht in der Lage, diese lange zurückzuhalten, weswegen die dauernd auslaufen, egal ob "voll" oder "leer", auch wenn noch Jahre lang "haltbar". 

Versucht man nun, durch kluge Markenwahl vermeintliche Qualität zu kaufen, wird man unweigerlich enttäuscht. So ging es mir mit der DEUTSCHEN MARKE Camelion. Anfangs funktionierten die noch ganz gut, weil ich sie in Mengen verbrauchte, lange (4 Jahre+) vor dem gedruckten Datum. Vermehrt hatte ich jetzt aber noch 2-4 Jahre haltbare Knopfzellenpackungen, wo alle, wirklich alle ausgelaufen waren. Ulkig auch, dass nicht einmal versteckt im Kleingedruckten ein Herstellungsland angegeben war. So 1-2 Produkte werden zumindest teilweise hierzulande hergestellt, beim Rest: kein Wort dazu. Aber munter die gedruckten Flaggen schwenken, wer liest schon, was er kauft.

Etwas verärgert schrieb ich an den Kundenservice jener Marke, dass quer durch die Größen und Daten alle Knopfzellen offenbar fehlerhaft waren. Ob da wohl einige Chargen nicht ganz nach Vorgabe produziert wurden, und ob denn an einen Ersatz zu denken sei.

Das Schweigen war so laut, dass mein Spamaufkommen kurz zurückging, so krass kam keine Antwort. Und dann erinnerte ich mich, dass ich nach einer Packung vor einiger Zeit schon den gleichen Einfall hatte, auch da kam einfach keinerlei Reaktion. Dies wollte ich einfach auch mal teilen, wie ignorant und schlecht es sich eine Firma im gebeutelten Deutschland erlauben kann, zu sein. Inzwischen viele Jahre offensichtlich kompletten Schrott produzieren lassen, eigenes Label draufknallen und von Qualität faseln, die man dort ganz sicher nicht findet. 

Ich gelobe daher feierlich, NIE WIEDER ein Produkt dieser Firma zu erwerben, und empfehle allen, die das ähnlich sehen, es auch zu tun. Ausreißer können vorkommen, aber wer sich penetrant um das Label "größter Drecksladen ohne jeden Kundenservice" bewirbt, soll es auch bekommen. Glückwunsch.

Das aufkommende "no Signal" Movement

Das aufkommende "no Signal" Movement

 


Tja nun, nachdem genug Promis geheuchelt hatten, dass die Privatsphäre ihrer Follower ein Wimpernzucken wert wäre, empfahlen sie, weg von Whatsapp (löblich) hin zu Signal (naja) zu wandern.

Also gut, kostet nichts, große Versprechungen machen sie ja wie alle anderen, open source, und community, Weltfrieden, Kommunismus und technische Innovationen; Wenn's das nur im Paket gibt, nehm ich das von mir aus auch.

Das Geld zum Betrieb des Dienstes kommt aus Spenden oder wächst in der erwarteten großartigen Zukunft an Bäumen. Weil der Client, pardon, die App den Benutzer kein Geld kostet, sollte dieser auch nicht meckern, wenn diese sich auf dem Schlaufon merkwürdig verhält oder auf dem Desktop zu Brechdurchfall führt, was beides häufiger vorkommt, als man sich das wünschte.

Auf dem Desktop ist es z.B. nicht möglich, einen Link ins Textfeld zu ziehen. Bilder werden auch seltsam umständlich eingefügt, aber immerhin, man kann Signal auf dem Desktop verwenden, wenn es mit dem echten Client auf dem Smartphone verbunden ist. (Die im dazu nötigen Protokoll enthaltene schwere Sicherheitslücke wurde dankenswerterweise von den Threema-Leuten entdeckt und behoben). Dass der Desktop-Client nicht immer auf dem gleichen Stand ist, wie auf dem Telefon, ist ja nicht so wichtig, von Nachrichten oder Gelesen-Status her.

Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Zuverlässigkeit von det janze.

Leute mit ganz schlimmem Anspruchsdenken wollen immer alle versprochenen Features, und dann auch sofort. Wer das Klima entlasten und sich dadurch besser fühlen will, kann auch mal 3 Tage, oder im ärgsten Fall für immer vergeblich auf die Zustellung einer Nachricht warten. OK, unfair, die paar Male, als das passierte, rechnete niemand damit, dass plötzlich Leute diesen Dienst benutzen würden. für Wochen. Und wenn abends dann nach 10-15 Minuten Fragen, Nachfragen und "warum antwortest du nicht!?!?!?!" zusammen eintrudeln, muss man nur sagen "Bei mir ist der Dienst genauso unzuverlässig wie bei dir, so beruhige dich doch!" Es wird schon nicht so wichtig oder eilig sein, WIRKLICH wichtige Dinge macht man ja nicht über einen Messenger!?.

Fairerweise muss man sagen, dass alle Messenger, die nicht Whatsapp oder von Google sind, hemmungslos von Android in den Tiefschlaf geschickt werden. Aber das kommt nur noch dazu, das obige Problem ist schon der Dienst selbst. Und Benachrichtigungen generell, völlig überschätzt, wichtiger ist doch, dass Ebay mir Dinge anbietet, die ich vor Wochen schon bei denen gekauft hatte. Dazu später mehr, in meinem Google-Rant.

Warum also nun Signal überhaupt? Die benutzten Server gehören zu den üblichen Kraken, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist die gleiche wie bei Whatsapp, der Cheffe ist auch ehemals von Whatsapp. Was Dienste abgreifen wollen, tun sie eben vorher. Bleibt die Werbefreiheit und das Versprechen, die Daten nicht zu verscherbeln. Ein paar Features hatte Signal vor anderen, die Verschlüsselung wuchs auf deren Mist, aber Idealismus-Voodoo ist auch kein gutes Argument. Ich erinnere mich da ungut an Wire, als der Niedergang anfing, war es die Frage "Was für ein Geschäftsmodell haben die überhaupt?", die ohne Antwort blieb, es sei denn, der Absturz war die Antwort.

tl;dr (too late; didn't response): Kaum einer hat mehr Bock auf Signal, weil es zu unzuverlässig ist, ich habe schon mancherlei Streit mitbekommen, wegen Verzögerungen und Komplikationen dadurch; verpasste Verabredungen oder nicht angekommene wichtige Nachrichten. Nicht wenige sind wieder reumütig bei Whatsapp.

Sonntag, 5. April 2020

Chinesisch sprechende Bluetooth Headsets anglifizieren

Dass an Universitäten, in großen Teilen des öffentlichen Raums, in Bedienungsanleitungen und in uns betreffenden Verträgen kein Deutsch gesprochen wird, daran haben wir uns gewöhnt. Aber auch der großmauligste Kosmoprolet wird dumm aus seinem Designerhemd schauen, wenn sein bei AliWishBay bestelltes BT-Headset nach 4-12 Wochen Latenz chinesisch mit ihm spricht.

Es gibt verschiedene Strategien, die Sprache der Ansagen zu wechseln. Diejenige, die bei mir am häufigsten klappte, ist die folgende:

  1. Headset einschalten
  2. Pairing-Modus herbeiführen, aber KEINE Verbindung zulassen*
  3. 3x hintereinander die Haupttaste drücken. (einige Headsets haben nur die eine)
  4. normalerweise kommt jetzt eine englische Ansage
*Entweder beim gekoppelten Gerät das BT ausschalten, oder die Verbindung aktiv trennen, oder das Headset in den Pairingmodus zwingen (wieder ohne Verbindungen zuzulassen)



Das 1€-Modell mit dem grünen Punkt



 

 

 

  Variationen sind möglich

anstelle der 3-maligen Haupttastenbetätigung soll auch vorkommen, dass man im Pairingmodus diese Taste 1 Sekunde lang drücken muss.

Bei wenigen muss man die + und - Tasten gedrückt halten, während man es ausschaltet.
Das S530 mit der mäßigen Verbindung

Bei einigen Headsets der Firma Plantronics kann man per PC-Programm oder Mobil-App die Sprache sogar auf deutsch ändern.

Weitere Varianten würde ich aus Kommentaren in den Artikel übernehmen.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Akkus benutzen #1 - Die Geheimnisse von NiMH

Ich will hier einmal versuchen, die Mythen im Wald und in der Esotherikecke der Elektronikmärkte zu lassen, um ein wenig Verständnis für die gequälten oder gar vergessenen Kleinstenergielieferanten im Alltag zu heucheln.

Sie sind immer leer, wenn man sich auf sie verlässt, sie laufen immer in den teuersten Geräten aus, sie sind immer eigentlich für ganz andere Anwendungen gedacht und sie werden immer völlig falsch benutzt.

Das ist absolut richtig und nicht zu ändern. Schon der weise Visionär Stief-Mops wusste, man hält alles immer falsch. Verschüttete Limonade, unbedachte Äußerungen, fehlender Empfang in metallbehausten Mobilgeräten und Toilettenunfälle sind die Folge.

Berufene Soziologen warnen seit vielen iPhone-Generationen davor, die Energiespeicher komplett auszubeuten, und wie es manchmal ist, auch ein methylblinder Alkoholiker findet manchmal zum Korn.

Physiktherapeuten geben ihnen -dieses eine Mal(!)- recht. Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (NiMH) sollten die 1V-Grenze möglichst nie unterschreiten, weil das zur Lebenserwartung einer Eintagsfliege führt. Und wer seine Eneloops liebt, der lädt. rechtzeitig. So können sie auch in 10 Jahren noch kraftvoll Strom fließen lassen, bis zu 75% der Energie, die man mal eingefüllt hat. Weight Watchers aufgepasst: Das Gewicht der Akkumulatoren ist in jedem Ladezustand gleich. Die einsetzende Sättigung sollte auf jeden Fall zum Anlass genommen werden, das Hineinstopfen von Energie zu stoppen! Im Gegensatz zum adipösen Opfer psychotischer Ernährungsberater sollte die Energie allerdings ruhig vergleichsweise schnell hineingestopft werden, dann ist die Sättigung besser erkennbar. Den Nachtisch (Erhaltungsladen) sollte man sich aber sparen, voll ist voll. Nicht, dass das Dickerchen noch platzt. 1 bis maximal 4 Stunden sollte man sich zur Energiezuführung Zeit nehmen, mehr oder weniger wären Quälerei.

In DECT-Schnurlostelefonen gelten die Gesetze der Elektrochemie und Physik hingegen absolut nicht! (geleaktes, internes Zitat aller Hersteller) Geeignete Ersatzakkus für DECT-Telefone zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit; dazu bald mehr.





Montag, 21. Oktober 2019

Das Fiepen und Zwitschern von Elektronik

Jeder, der nicht als DJ arbeitet, oder an einer Grundschule wohnt, wird es kennen: Das gemeine Zirpen und Fiepen von Elektronik.


Meist sind die Spulen von Spannungswandlern schuld, das kann durchaus mechanisch verursacht sein. Auch Schalter von LED-Taschenlampen mit PWM-Helligkeitsregelung neigen dazu, schließlich sind sie zum Schalten von Gleichspannung gedacht gewesen, nicht zum Durchleiten von Hochfrequenten Pulsen.

Hintergrundbeleuchtung von Monitoren neigt auch zu akustischen Unmutsbekundungen, wenn man die Helligkeit unter Lasercutterleuchtdichte regelt. Je nach Zivilisationsgrad des entwickelnden Landes, kann das sogar optisch anstrengend -also flimmernd- werden.

Gegenmaßnahmen bei der Entwicklung von Geräten sehen meist so aus, dass man die Frequenz einfach so weit erhöht, dass man es nicht mehr hört. Das Ergebnis kann allerdings subjektiv auch anders wahrgenommen werden, das passiert sogar passionierten Heavy-Metal-Hörern. Je höher die Frequenz allerdings, desto mehr Probleme bekommt man an anderen Teilen der Schaltung. Abstrahlung, Einstreuung, Störung anderer Geräte in der Nähe, Stress mit der Bundesnetzagentur, abstürzende Boeings, wegen unerwarter Signale im Drive-by-Wireless-Bus oder gar klingelnde elektrosensible Nachbarn, die mit dem Spektrumanalysator ihre Mikrowelle überwachen.

bei einem  (ehemals) 400€-Audiogerät der Spitzenklasse, dem Teac NS-X1, war beim Einschalten und Auswählen einer Funktion, sowie im Standy ein ziemlich unangenehmes, wenn auch vergleichsweise leises Fiepen, ähnlich einer Mücke am Ohr zu hören. Schlau, wie ich nunmal bin, nahm ich ein anderes Schaltnetzteil, leider ohne anderes Ergebnis. Aber wozu hat man noch ein Kilogramm von Trafo-Netzteil herumliegen, da kann doch kein hochfrequentes... leider doch. Das Geräusch stammt offensichtlich aus den internen Spannungswandlern. Ohne Geräteöffnung, einen guten Plan und ein versiertes Herangehen wird hier nichts zu machen sein.

Das eine oder andere Mainboard verleidet einem das Stromsparen mit dem äußerst häufig gefeaturten C4-Piepen, was den Ruhezustand einer CPU (C4) begleitet. Will heißen, wenn man gerade keine Bitcoins jagt, und dem Prozessor nichts aufregendes abverlangt, also nur Musik hört, eine Webseite liest oder die Downloads von 2009 sortiert, vernimmt man das Wimmern einer von langeweile geplagten Spule aus dem sich in Kurzarbeit befindenden Gerät. Zum Streiken ist es zu feige, es ahnt, wie schnell es durch ein jüngeres ersetzt werden kann, vor allem bei dem durchschnittlich beziehungsgestörten Millenial, und da maschinelles Lernen eher ein soziologisches Konstrukt, als Realität ist, jammert es gelangweilt nach noch mehr Aufmerksamkeit.

Man ist oftmals überrascht, dass eine Spule, die mit pulsierender Spannung versorgt wird, gar keine Membran benötigt, um ein (subjektiv) lautes Geräusch zu erzeugen, und dass auch als lautlos oder gar nicht mit Audiofunktionen beworbene Produkte hier besonders negativ auffallen.

Ich rege hiermit an, dass in Produktbeschreibungen nicht nur, wie üblich, ein Bild zur Präsentation des Produkts, angezeigt wird, sondern auch ein Audiosample des Betriebsgeräusches. Ich glaube, das würde schnell zu einer Marktverschiebung hin zu weniger lästigen Geräten führen, denn so klein ist diese Randgruppe der Ohreninhaber gar nicht.

Die ungehobelten Eigenschaften von Class-D-Verstärkern, werden in einem gesonderten Artikel behandelt zerstört.

Samstag, 19. Oktober 2019

...und tschüss, Wire!

Es hätte so nett sein können. Dem entfernten Gegenüber mal eben etwas zeichnen, Videoanrufe, auf mehreren Geräten gleichzeitig kommunizieren, je nachdem, was gerade bequemer ist, kostenlos, verschlüsselt und hip.


Unzuverlässige Versanddienstleister sind schon ärgerlich, aber oft kann man im Tracking sehen, dass ein Paket abhanden kommt, das trifft auf verlorene Datenpakete bei Wire leider nicht zu. Die fehlen einfach. Und man ist sauer, dass jemand einfach nicht antwortet.
Manchmal liegt einfach nur kein Zettel im Briefkasten, das Paket liegt aber da, wo man es erwartet und findet (in diesem Fall im Verlauf). Viel zu oft fehlt aber sowohl Benachrichtigung, als auch das Paket. Und man weiß nichts davon. Im (leider nicht) übertragenen Sinne, bei Wire, jetze. Vastehst?

Wenn man ehrlich ist, haben Videoanrufe sehr selten brauchbar funktioniert, egal ob gutes Wlan oder 4G. Und der Ton dabei, oh wei, oh wei.

Ich konnte früher nie verstehen, wie man den Boten töten wollte, weil einem die Botschaft nicht gefiel, aber wenn der Bote die Botschaften zusammenknüllt, verbrennt, und lieber was saufen geht, statt seinen Job zu machen, irgendwann schon.


Fire Wire!


Jedes kongolesische Furzprogramm aus den 90ern bekommt Benachrichtigungen irgendwie hin, Wire leider nicht.
 

Telegram überträgt nur auf Anforderung verschlüsselt, auf dem Desktop gar nicht, schade, aber alles ist instant da. Und ob Wire in solchen Fällen tatsächlich verschlüsselt, und wie zielführend es dabei wäre, weiß keine Sau.

Letzendlich waren viele sauer auf mich, weil ich nun einmal kein Whatsapp benutzen will und ich ihnen Wire als bessere  Alternative nahelegte. Der letzte Kontakt hat nun das Handtuch geworfen und ging zu Telegram. 8x so viele, wie je zu Wire wechselten, zahlten lieber 3€, um Threema zu nutzen, als dieses binäre Ärgernis zu benutzen. Als ich ich meinen Rant über Wire endlich hinausließ, atmete mein Freundeskreis erleichtert auf, dass ich es endlich aufgegeben hatte, und sie nicht mehr damit nervte. zurecht. 


Die Bewertungen im PlayStore haben sich übrigens in letzter Zeit meinen Erfahrungen angepasst. Man könnte etwas merken, muss man aber nicht. Aber schon irgendwie noch hip, diese berliner Bude mit schweizer Briefkasten.

Montag, 7. Juli 2014

Die Entwicklung von Firefox

Die hauptberufliche Weltrettungs-Firma zur Durchsetzung der Political Correctness  mit angeschlossener Browserentwicklungsabteilung "Mozilla" plant, nachdem ein hochmotiviertes Team aus 150 Designern mehrere Jahre im Verborgenen daran gearbeitet hat, die Usability ihres Nebenproduktes zu optimieren und so zur Entschleunigung der Welt beizutragen. 


Wie -im Regelfall- treffsichere Glaskugelbesitzer verlauten ließen, war das Verstecken oder Streichen beinahe aller Bedienelemente nur ein Zwischenschritt. Ein monochromer, unscharf beschrifteter Button soll demnächst zur Anzeige jedes geöffneten Tabs betätigt werden müssen. Es soll jener Button tief in das Betriebssystem integriert und ohne, dass man es unterbinden könnte, dauerhaft geöffnet sein. Wenn man den neuesten Firefox dann benutzen möchte, einfach nur auf den Button drücken und schon kann man die gewünsche Funktion (z.B. das Browsen) per halbtransparntem Overlay für ein paar Sekunden auswählen. Falls man weiterhin so ein altmodisches Mausrad zum Scrollen benutzen will, muss man einfach per about:dogma den Schlüssel 456789123zzzetcpplmaa0815004711fdik auf =2010 ändern. Ein entsprechendes Plugin ist in Vorbereitung, warum das aber jemand installieren wollte, ist bei Mozilla völlig unbekannt.

Um Gerechtigkeit auf der Welt zu gewährleisten, dauert der Start der Software mehrere Minuten, egal ob Windows 3.11 mit 500KB Ram, oder Quadcore, 32GB Ram und SSD. Das soll den unerträglichen Wettbewerbsvorteil gegnüber den Enwicklungsländern reduzieren. Das ungesehen preisgekrönte Design heißt wohl "Africalis". Das Speichermanagement lässt bei Benutzung der Hardwarebeschleunigung nach relativ kurzer Zeit einzelne Tabs komplett schwarz, um gegen Zensur auf der anderen Seite der Erde zu protestieren. Spätestens ab diesem Zeitpunkt werden keine Änderungen der Tabliste oder ähnlichem mehr entgegengenommen. Dieses Feature ist bereits seit mehren Versionen per default aktiviert.

Für die in ca 10 Jahren erscheinende Version mit dem Design "Asialis" muss man aus Datenschutzgründen erst ein Sudoku lösen, um an die Einstellungen zu kommen. Aber praktischerweise kann man auch einfach die Tabs, die man eigentlich geöffnet haben wollte, nach dem automatischen Backup auf Facebook, Twitter, Google+, russia-tomorrow und my.nsa.com nachschlagen.

In 10 Jahren und einem Monat erscheint dann letzendlich der lang erwartete "Europälis"-Milestone mit der voraussichtlichen Versionsnummer ∞, um Google im Browserkrieg endlich zu besiegen. Leider haben die Marketingleute bei Mozilla nicht mitbekommen, dass Google schon in Voraussicht der Entwicklung die Version ∞+1 veröffentlicht und danach angekündigt hatte. Firefox wird zu dem Zeitpunkt die eigene Rendering-Engine komplett verworfen und aus Performancegründen gegen einen eingebundenen Internet-Explorer 15 ausgetauscht haben.  Außerdem werden aus dadaistischem Kalkül keine Websites, sondern nur noch Videos angezeigt.

Ein Jahr später wird Mozilla dann eine strategische Allianz mit Monsanto eingehen, alle beide verbliebenen Entwickler werden auf den Acker geschickt, um die Getreidezucht zu revolutionieren. Das Monsilla Feuerkorn schmeckt zwar furchtbar, braucht 5 Jahre um zu keimen und geht vor der Kornbildung ein, allerdings verbraucht es kein wertvolles Wasser, weil es niemand anbauen will. Ein Update ist nicht geplant, es geht final aus der Beta-Phase hervor. Die beantragte Top Level Domain ".crop" wurde per Autokorrektur leider auf ".crap" geändert, sodass man seine Körner bis zum Eingehen per <Körner-ID>.crap überwachen kann. Bitte spendet viel Geld zur Vermarktung! Bugreports werden ignoriert.

Flash-Player-Updates - ein Geniestreich

Wie ein paar andere Menschen auf diesem Planeten benutze ich hauptsächlich den Firefox. Damit man Browser-Videos und penetrante Werbung in voller Pracht erleben darf, ist der Flashplayer installiert. Wie jedes maßlos komplizierte Software-Produkt müssen natürlich auch hier -nach einer fairen Vorlaufzeit für Virenautoren und Kriminelle- weithin bekannte Sicherheitslücken irgendwann per Update geschlossen werden. Aber für die perfekte User-Experience legt sich Adobe richtig ins Zeug.

 

Man fährt also nichtsahnend seinen PC hoch, da kommt der Updatehinweis. Denn ein kleines dauernd aktives Hintergrundprogramm überprüft ständig, ob es ein Update geben könnte. Gut, klickt man also zur Installation den entsprechenden Knopf. Dann fährt der Browser hoch (früher ging das auch ohne, aber da fehlte wohl diese Experience). die Adobe-Seite öffnet sich, sie wollen einen per Default mit einem "kostenlosen Programm McAfee Security Scan Plus" beschenken, ist das nicht fein? Da man das aber natürlich brav bei den letzten zig Updates mitinstalliert hat, lehnt man dankend mit einer kleinen Verbeugung ab und spart sich das Downloadvolumen und eine Menge Ärger. Die angebotene Zusatzsoftware kann sich nach Marktlage ändern, wenn z.B. Russian-Hinterhofka-Softwareov K.G.B. inc. mehr bezahlt. Warum sollte man sich wundern, dass jemand Geld dafür bezahlt, dass jemand anderes den Leuten seine Software unterjubelt?

Nun lädt man also eine angeblich 18,2MB große Datei, nämlich den Installer herunter. Dieser wird großartig visuell initialisiert, dann findet man eine 1MB große exe im Downloadordner. NEIN! das ist kein Fehler! Diese Stück wunderbare Technik lädt nämlich nach Start die richtige Installation erst herunter, dazu muss man dann aber natürlich den Browser schließen. Dann läuft die Installation relativ schnell durch, im Normalfall. Aber damit ist es nicht vorbei! Denn Adobe möchte, dass man sich für diesen Service nicht nur höflich verbeugt, man soll niederknien! ...Es öffnet sich wieder selbsttätig der Browser und man soll die User-Experience bewerten. Na, volle Punktzahl, oder?

nochmal der Ablauf in Kurzform:
Update-Such-Task --->   öffnet ungefragt Browser ---> Abwahl, Download ---> Browser schließen ---> per Installer den richtigen Installer herunterladen und installieren ---> Browser öffnet sich wieder ungefragt.

Welcher von den Millionen betroffenen Nutzern den dafür Verantwortlichen erwürgen wird, ist noch offen. Aber ich bin überrascht, dass das noch nicht geschah, bisher.

Die alternative Offline-Installation

 

Es gibt die ungern angebotene Möglichkeit, sich einen echten Installer herunterzuladen. man findet ihn hier, bis es zu viele Leute wissen, dann ändert man die Adresse sicher wieder:
http://www.adobe.com/de/products/flashplayer/distribution3.html
Das hat ein paar Vorteile. Zum einen kann man diese Installation dann auch offline vornehmen, man kann sie sogar auf anderen Rechnern ohne jeweils vorherigen nochmaligen Download durchführen, man bekommt keine weitere Software untergeschoben, UND der Browser öffnet sich nicht automatisch nach dem Vorgang, was ja durchaus ein Minütchen oder mehr dauern kann. Der einzige Nachteil ist, außer, dass man die Adresse kennen muss und nicht im Updater einfach auf "weiter" klicken kann, dass man von Adobe nicht gezwungen wird, ihnen mitzuteilen, wie wundervoll, reibungslos und wenig umständlich die Installation ... bei anderen Herstellern seit Jahrzehnten funktioniert. Wenn ein Softwarekonzern zerschlagen gehört, dann sicher Adobe. Aber bitte derart, dass man die Teile nie wieder zusammengesetzt bekommt.

Solange man Adobe keine Rechnung über nutzlos vergeudete Energie und Arbeitszeit stellen kann, werden sie die Menscheit weiterhin knechten und ausspionieren. Aber das wäre einen weiteren Artikel wert.

Freitag, 5. Juli 2013

Ich brauche mal eben einen neuen Drucker...

Nun hat es also meinen heißgeliebten Canon Pixma IP4000 auch dahingerafft. Druckkopf. und Elektronik. nicht zu reparieren. schade. Aber ist ja kein Problem, Produktsuche nach Eigenschaften, nach Preis sortieren, bestellen? weit gefehlt...

"Der Stand der Technik"

Wir schreiben das Jahr 2013. Der durchschnittliche Druckerpatroneninhalt ist geringer, als der einer Gratisprobe eines teuren Parfums, allerdings zum Preis einer Magnumflasche. Nachbauten werden durch Chips mal mehr, mal weniger erfolgreich ausgesperrt. Der Druckkopf ist materialoptimiert, so dass man ihn am besten gleich an die Patronen drandübelt, damit das Druckbild nach 2 Testausdrucken und damit einer geleerten Patrone nicht zu sehr leidet. Nach dem Studium der hilfreichsten Bewertungen gängiger Mittelklassegeräte weiß ich bescheid.

"Canon ist doch immer gute Qualität"

Canon hat noch fragilere Druckköpfe und Elektronik verbaut, Ersatzteile bekommt man nur kurz und zu utopischen Preisen. "Ersatzteile" ist die Umschreibung für den Druckkopf. Bei einer derartigen Qualität noch ein ganzes Jahr Garantie zu geben, wäre betriebswirtschaftlicher Wahnsinn, wenn mehr Menschen diese Garantie wirklich in Anspruch nähmen. Das um sich greifende und allgegenwärtige Höchstglanzdesign lässt sogar landende Fliegen Kratzer auf dem hochempfindlichen Plastik hinterlassen. Aber wenigstens sind Farbtreue bei Druck und Scan, sowie die Treiber noch ganz wie früher, da kommen Erinnerungen hoch... Ja, vor 10 Jahren war die Welt kein wenig rückständiger als heute. Das Tempo ist aber bei Canon am Puls der Zeit. Es druckt schneller, der Druckkopf verschleißt schneller, die Patronen sind noch schneller leer. Und im Falle einer leeren Patrone kann man auch weder scannen noch faxen. Vielleicht überhitzt ohne Tintenkühlung der Photosensor. Spaß. Es wird noch häufiger "gereinigt" (also Tinte in einen laut Seitenzähler irgendwann überlaufenden Schwamm schießen) und aufgrund dessen druckt er auch nur kürzer, bis man den immer noch achselzuckenden Techniker zwecks Austauschs kontaktieren soll. Bei den immer kürzeren Produktzyklen braucht man auch nicht erwarten,  dass Einstellungen, Menüs und Treiber konsistent, logisch oder funktional wären. Das ist dieser Innovationsdruck, von dem immer alle reden.

"Vielleicht hat sich bei HP was getan"

Jein. Geschwindigkeit hat in allen Disziplinen wie bei Canon zugelegt. Patronenpreise sind gestiegen, der Inhalt quasi inexistent. Die Geräte sind teilweise echt billig. Wenn man einen subventionierten Scanner in einem Multifunktionsgerät kaufen möchte: bitte... Auf die lächerliche Idee, einen hochauflösenden thermischen Druckkopf quasi-permanent im Gerät zu lassen, ist niemand bei HP je gekommen. Mit dem Nebeneffekt, dass die Tintenplastikdruckkopfkonglomerate patentierbar sind, im Gegensatz zu stupiden Tintenbehältern. Nachbauten? Fehlanzeige. Wiederauffüllen? vielleicht 1x, manchmal lieber nicht einmal das. Die Druckpreise könnte man sich allenfalls leisten, wenn man damit Geld drucken würde. Aber erstens nur bei großen Scheinen, zweitens ist das verboten, drittens wird die Qualität für solche Späße dann vielleicht doch nicht ganz ausreichen, obwohl eigentlich noch die Oberklasse. Vielleicht, wenn sie irgendwann silbergefüllte Hologramm-Patronen einführen.

"Epsonzähler"

Mit diesem launigen Kalauer möchte ich das Niveau der Erwartungen gleich einmal ins bodenlose sinken lassen, damit niemand zu sehr enttäuscht wird. "Welcome to the eighties" wäre die Alternative gewesen. Denn in diesem finsteren Zeitalter wurden die Grundsteine der Bugs von heute gelegt. Dies ist leider kein Scherz; wer die mit Kauderweslch vollgedruckten vielen Seiten bei allgegenwärtigen Fehlern noch kennt, glaubt kaum, dass Epson einem diese verschollene Erinnerung wieder ins Bewusstsein führt. heute. Das Geräusch beim Drucken ist auch noch wie damals, die Auflösung ebenfalls, das Design ... was? na, das Gehäuse eben... also naja, das umgibt eben die Technik. Übermäßige Farbtreue schminkt man sich lieber gleich ab; das ist aber alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal. Klar, Piezotechnik ist beim Druck fertig entwickelt. Da kommt nichts mehr. Dass man ausschließlich die Geräte mit "Workforce" kaufen sollte -wenn überhaupt-, weiß jedes Kind, was kein Kind mehr ist. Netzwerktechnik und ähnliches lassen in jedem Detail keine Zweifel daran, dass Technik grundsätzlich wahnsinnig kompliziert und für Laien nicht zu durchschauen ist. Lassen Sie es lieber. Eine mehrjährige Ausbildung als Epson-Benutzer sollten Sie schon genossen haben, um eine innere Gelassenheit zu entwickeln. Ein Aktiver Beitrag zum papierlosen Büro. Selbst wenn sie jede Email ausdrucken wollten. Gäbe es das Jürgen-Trittin-Logo für Umweltschutz durch Nicht-Funktion, Epson könnte noch einen Aufkleber mehr darufbügeln.

"the sam sung as every Hersteller"

Samsung mischt nun also auch mit. Aber keine Angst, Kim ill Süd will nur spielen. Was ganau die sich davon versprechen, nach Schiffen, Prozessoren, Speicher, Waffen, Lebensversicherungen, TV-Sender, Fernsehern, Akkus, LEDs, Chemischen und Erdöl-bezogenen Produkten nun auch noch Papierfärbemaschinen herzustellen? Ich weiß es nicht. Aber wenn Samsung irgendwo einsteigt, dann ziemlich sicher, um ein Monopol zu erringen und die ersten 10 Generationen werden als jeweils ein verkauftes und vergessenes Gerät pro Entwicklungsschritt beim Kunden reifen. Ich traue denen nach reiflicher Beobachtung einfach nicht. Sie verbauen wohl Kodak-Technik mit thermischem Druckkopf. Patronen gibt es in den Geschmacksrichtungen "schwarz" und "bunt". futuristisch, oder?

Xerox rocks?

was weiß ich. Solche Klopper kommen weder zu hause, noch als Tintensprinkler im Büro infrage. Ich schätze den Weltbedarf an diesen Geräten auf ungefähr 3.

Lex mark?

Ein Segen, die geben die Tinte auf, haben einen irren Verein gefunden, der denen den Ramsch abgekauft hat und die Erfolgsgeschichte weiterführen wird. -Lachpause- noch nicht fertig... *kicher* ... würde ich meinem ärgsten Feind nicht empfehlen. Angeblich sollen die Laser ganz gut sein.

"Brother at my Side?"

"brother? ach ja, früher die Schreibmaschinen. Gibt's die etwa noch?" Ja. Ich habe jetzt einen zu hause stehen, vorerst den DCP-J140W. nicht aus tiefster Überzeugung. Das war der am wenigsten zähneknirschende Kompromiss. Piezo-Technik, sehr langsam, nur auf höchster Qualitätsstufe zu gebrauchen, Scanner ist brauchbares Mittelmaß, Farbtreue ein hehrer Wunsch. Aber: relativ große Einzeltintentanks, Kompatiblenkompatibel, leise, funktionierende Treiber, sogar Netzwerk läuft. preiswert und 3 Jahre Garantie. Selbst Originalpatronen (schwarz sogar pigmentiert) wären und oder sind bezahlbar, Nachbauten erst recht. Er ist leise und recht sparsam im Verbrauch. Im Gegensatz zu Canon und anderen, haben die oftmals sogar mehrere Jahre lang den gleichen Patronentyp. Also würde man mit dem irgendwann defekten Drucker nicht zwangsläufig zig gehortete Patronen entsorgen müssen. Vorteil der Piezo-Technik ist der relativ robuste Druckkopf. deswegen stirbt aber mit dem Kopf garantiert auch das restliche Gerät, der ist nicht zu wechseln. Sich 3 Jahre lang keinen Kopf um einen eventuellen Nachfolger machen zu müssen, entspannt mich irgendwie total.



Ich hätte jetzt gerne den totalen Knaller präsentiert, leider fand ich auch nach Wochen an Recherche keinen. Insgesamt ist es ein schreckliches (Druck-)Bild. Und jedes Jahr wird es noch schrottiger. Wo es aufs Geld überhaupt nicht ankommt, bei extremen Wenigdruckern (eingetrocknet--> neue Patrone inklusive neuem Druckkopf) kann sogar HP eine Empfehlung wert sein, muss aber nicht. Tja. nun.

Dass zumindest das gedruckte Wort teurer als ein Schwert ist, könnte die vielen Kriege auf der Welt erklären. Der ADAC warnt immer noch nicht vor Papierstau und die Druckerkolonnen im Blödmarkt werden sicher nicht arbeitslos, trotz Dauerstreik. Wem der Druck irgendwann zu viel wird, könnte den Bleistift wiederentdecken, aber bitte keinen Druckbleistift! Bewegliche Teile und Verbrauchsmaterial sind des Teufels! So weit ist die Industrie einfach noch nicht mehr. Aber keine Sorge, das Lesen verlernen wir auch noch. Und das Einweg-E-Paper steht sicher auch schon vor der Tür.

Ist Arbeiten mit OS X überhaupt möglich?

Tja. Irgendwann macht jedes technische Gerät den finalen Kniefall. So auch mein Windows-7-PC. Gut, dass ich vor geraumer Zeit einen macMini angeschafft hatte, der Handschmeichler unter den Lückenbüßern! Nachdem es mein Haupt-Musikprogramm (Logic) irgendwann nur noch für das Bonzen-BSD gab, blieb mir einfach nichts anderes übrig, als mir ein Gerät anzuschaffen, auf dem eben OS X läuft. Ich konnte mir aber nicht vorstellen, etwas anderes, als auf Programm- App-Basis Musik zu machen, damit anzustellen. Man braucht ja schließlich auch kein Office auf einem Gameboy.

Irgendwann fiel mir auf, dass das integrierte Backup-Programm (TimeMachine) durchaus gute Ansätze zeigt. Optik ist ok. läuft irgendwie alles. Die allgemeine Integration funktioniert auch soweit... ja, ein paar dezente Kleinigkeiten würde ich mir unter Windows auch wünschen, nichts allzu grundlegendes.

nun aber -wegen eines grausam langgezogenen Neukaufs- machte ich einen schmerzhaften Selbstversuch: Das Benutzen von OS X als Alltagsbetriebssystem!!!

"Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll"


So hatte ich es mir aber nicht vorgestellt. In meiner unfassbaren Naivität dachte ich tatsächlich, dass 4GB RAM grundsätzlich ausreichen sollten, um mit Firefox im Internet zu surfen. Schließlich lädt dieser ja die Seiten erst, wenn man sie auswählt. Was unter Windows noch soweit gut funktioniert, scheint im Apple-Land zur Geduldprobe zu verkommen. Man benutzt so 20-30, eventuell sogar 40-50 Seiten, und dann denkt man -an einem i5 sitzend- man hätte ein Linux-Netbook mit einem Celeron anno 1995 vor sich. Gut, solange man keinen "Apple-Speicher" kauft, kosten 8-16GB Ram auch nicht die Welt, aber dass die nötig sind, lässt einen schon am technischen Fortschritt zweifeln. Leider kann die Festplatte, auf die der fehlende Arbeitsspeicher ausgelagert wird, keine Rekorde brechen. also eher gegenteilig.

"Ist doch alles in Spotlight oder wie das heißt"


Nächster wunder Punkt: der Filemanager "Finder". Tiefpunkt? absolut! Graphisch schon nicht gerade ansprechend, aber der "Workflow" konnte eigentlich von keinem der gefühlten 3mio Filemanager unter Linux unterboten werden. im Spaltenmodus viel zu kurz, unübersichtlich. in allen anderen nicht sinnvoll zu bedienen. Und dann fühlt sich auch alles noch so zäh an, als wäre der Rechner völlig untermotorisiert. Netzwerkeinbindung ist eine Sache der allgemeinen Verfassung sowie der Mondphase, aber da hat es Apple anscheinend generell nicht so mit... konsequent, dass unter iOS also auch gar kein Dateimanager mitgeliefert wird, Netzwerkfunktionen sich auf Apple-spezifische Dinge beschränken sollen, und man iTunes braucht, um auf das Gerät zugreifen zu dürfen. Deswegen sehe ich jede weitere Annäherung von OS X an iOS auch als offene Drohung. Die verdongelte TimeMachine, die gefälligst nur mit der TimeCapsule funktionieren sollte, weswegen auch immer wieder am Protokoll herumgedoktort wird, damit NAS', die einen derartigen Dienst anbieten wollen immer erstmal patchen müssen, ist Glücksspiel. Entweder es funktioniert problemlos, wie kaum eine andere Backup-Lösung, oder auch mal gar nicht. Man merkt es dann schon, wenn man es braucht. Früher sprach man gerne vom goldenen Käfig, doch der Alu-Käfig ist auch nicht besser. Es ist auch eher ein monolithischer Klotz.

 "tiefgreifende Integration von Webdiensten direkt ins Betriebssystem"


Der gefeierte Vollbildmodus für Apps... peinlich kompliziert implementiert. Die quietschbunte Taskleiste das Dock, das trotz massiver Raumforderung keine wirkliche Funktion bietet, lässt erahnen, warum 16:10-Monitore immer noch gefragt wären. (programmübergreifendes Drag'n'drop ist hier prinzipiell wie unter jedem anderen OS der Erde möglich, wenn man mit der Maus gedrückt nur laaaange genug an exakt der selben Stelle verharrt). Wenn man jemandem schnell per Messenger z.B. einen Link aus dem Browser zukommen lassen möchte, oder aber sogar per Mail schicken, ist man auf überflüssige Internetdienste und Website-Buttons angwiesen, oder aber auf Fenstergrößenänderungen und die richtige Reihenfolge der überlappenden Fenster. Zur Verteidigung sei gesagt: auch Windows 3.11 mit ähnlichem Workflow hatte seine Fans. angeblich.

Dass man nur idiotensichere Einstellungen vornehmen und von Apple abgesegnete Programmdateien und Installationen öffnen kann, sehe ich als ungewollten Service an. ICH weiß, was ICH tue. Gut, Apple weiß das sicher auch... Aber wieso gelten die als die Guten (TM), und ICH NICHT? Herrje, ich will MIT meinem System arbeiten, nicht DAGEGEN! Über solche Nebensächlichkeiten wie iTunes, Quicktime, Safari, Mail rege ich mich mal nicht auf. Die sind so idiotensicher, da helfen auch bessere Idioten nicht. Noch (Stand OS X 10.8) darf man ja eigene Programme installieren (mit Rechtsklick öffnen und dann ein Sakrileg bestätigen, etc), also vergammeln derartige Binär-Provokationen und CPU-Intellektbeleidigungen einfach ungenutzt auf der Festplatte.

Wer braucht dieses Sytem eigentlich?

Antwort: Arme Logic-Opfer und Apple selbst. Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld Apple entgangen wäre, wenn die Anwender wüssten, dass man prinzipiell sogar seine eigene, bestehende Musiksammlung importieren und benutzen kann und darf. Es fällt mir schwer, etwas zu benennen, was wirklich nicht schlechter als unter einem x-beliebigen Betriebssystem gelöst ist. Die Geräte sind großenteils eine Zeit lang stylish. "Klar, Grafiker brauchen eben n Mac" ist der beste Witz seit der Patentierung der runden Ecken oder des digitalen Türriegels. Die Massenindividualisten, die einen Mac brauchen, um mit Safari ihre 3 Websites zu besuchen, geben mir aber die größten Rätsel auf. Wahrscheinlich füttern diese Typen dauernd die Studien, dass Tablets in bälde sämtliche Desktop-Computer ablösen würden und sie ja quasi die gleichen Funktionen aber viel mehr Apps hätten. Den typischen Firmenadministrator werden sie dafür wohl nicht befragt haben. Wenn doch, würde ich schnellstens deren Aktien loswerden wollen. Denn produktiv ist anders.

Hysterisches Lachen beim Lesen des Artikels wird meinerseits als Zustimmung verstanden. Sie sind nicht allein. Fragen Sie ein gutes Forum, wie sie vom Apple-Virus geheilt werden können. Fangen Sie am besten gar nicht erst damit an!

Montag, 14. Januar 2013

HDMI-Stick MK808B

6 Wochen gespanntes Warten


Nun hat mich das Fieber doch gepackt. Es musste ein HDMI-Stick mit Android ins Haus. Es wurde ein MK808B von geekbuying, des Preises wegen. Wenn man ihn woanders kauft, besteht eine gute Chance, dass man ein äußerlich identisches Gerät mit geringfügig anderem Innenleben bekommt, was das Flashen von Custom Roms etwas erschwert, aber auch die werden versorgt!



  • Rockchip Dual-core Cortex A9 RK3066 CPU (2x 1,6 Ghz)
  • 1GB DDR3
  • 8GB NAND
  • Bluetooth 3.0
  • HDMI
  • USB-Host
  • Android 4.2 Jelly Bean
  • WLAN 802.11B/G/N
  • 3D Beschleunigung
  • Fluxkompensator etc... ;-)


liest sich soweit alles super, alles drinnen,

ein PC im 4-fachen USB-Stick-Format...



Nun aber zu den Eindrücken:
  • Sehr viele Kabel (Strom, Maus, Tastatur, Hub+Stromversorgung, evtl noch etwas (z.B. ein USB-Netzwerkadapter, etc.)
  • Das Bild sieht etwas grob und pixelig aus. von 1080p ist zwar vom Hersteller aus die Rede, einstellen kann man es auch, aber man bekommt es nicht. Ich hoffe, auf eine verbesserte Firmware, beim Vorgänger (MK808 ohne B) ging das irgendwann auch. Die geringe Farbtiefe (Ältere Leser werden das vielleicht von uralten Grafikkarten unter Windows 95 kennen), lässt auch abspielbare Videos eher weniger gut aussehen..
  • Youtube will nicht so richtig, die aktuelle Version mag kein Vollbild, die Bedienung ist auch kaum möglich.
  • WLAN-Empfang? ja, ein wenig. definitiv das schlappste WLAN, was ich je benutzte. Vielleicht ist durch das Anlöten einer Antenne mehr möglich, das eingebaute Blech ist ein Witz. Und das merkt man eben auch.
  • Was ich mangels vernünftiger Auflösung noch nicht testen konnte, ist die Wiedergabe von HD-Videos. Möglicherweise ist aber das Teil trotz 10W Leistungsaufnahme zu schlapp dafür. Da kratzt man sich auch am Kopf und fragt sich, wie Tablets eigentlich funktionieren können?

Auf hochdeutsch: Ich bin massig enttäuscht. Ja, für 45€+Zoll+MwSt sollte man doch mehr geboten bekommen. Ein vergleichsweise stromfressendes Gerät, was mehr Kabel als funktionierende Features hat, möchte man eigentlich nicht noch teuer bezahlen.

Um Software kann man sich doch selbst kümmern, oder?

Ich warte mal ab, was Hersteller und Custom-Rom-Bastler sich noch einfallen lassen, da ich wenig Lust verspüre, das Gerät wieder nach China zu schicken, also lasse ich die tiefgrüne Banane eben in der Schublade reifen, denn benutzen mag man es so kaum.


Inwischen zweifle ich sogar das Konzept an. Klar, es spricht einen an, das "haben will" war definitiv da. Aber wenn man es praktisch nutzen will, wäre es doch schön, wenn ein USB-Hub eingebaut, dafür die Stromversorgung etwas kräftiger oder die Nutzung per Akku möglich wären.




Richtig ansprechend fände ich sogar ein all-inclusive-Gerät mit Netzteil, mehreren USB-Ports (+genug Strom dafür!), Infrarot-Empfänger und allen versprochenen Funktionen. Für Dauerbetrieb könnte so ein Gerät den PC der gemeinen Hausfrau (Facebook, Youtube, Email, Bildersuche) komplett ersetzen. Drucken sollte ja auch möglich sein. Es wäre ein praktischer Medienplayer, Standby-Browser mit Suche, usw. Wenn das Teil wenigstens nur 500mA schlucken würde, dann könnte man es ja am USB-Port eines Fernsehers betreiben, ohne zusätzliches Netzteil. Tja, hätte könnte, sollte, wollte, schade. So etwas muss man sich dann wohl selber basteln.


Aber wahrscheinlich hat Apple darauf ein Patent, was sich Steve J. posthum noch schnell ausgedacht hatte und verklagt jetzt alle, die benutzbare Geräte bauen wollen. Die iSurfstation im Alu-Look kommt bestimmt. für nur 899€ oder so.